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Chronische Schmerzstörung (somatoforme Schmerzstörung)

In manchen Fällen verliert der Schmerz seine akute Warnfunktion und wird chronisch, es kommt zu einer sogenannten Schmerzstörung, was vor allem mit dem Problem einhergeht, dass eine unmittelbare Ursache nicht mehr gefunden werden kann. Oftmals sind die Patienten allerdings überzeugt, dass es eine eindeutige Schmerzursache geben muss und so beginnt eine jahrelange Suche danach, was wiederum zu häufigen Arztwechseln und zu entsprechend vielfältigen Diagnosen führt.

Das eigentliche Problem, der Schmerz, erfährt aber in all dieser Zeit keinerlei Besserung.

In derartigen Fällen findet man zwar häufig zahlreiche degenerative, altersbedingte Veränderungen an der Wirbelsäule, ein operatives Angehen jeder dieser Veränderungen führt allerdings dann nicht zur Besserung der Schmerzen.

Daher sollten in solchen Fällen operative Eingriffe vermieden werden.

In aller Regel sollten Schmerzen über 6 Monate anhalten, bevor man von Chronifizierung spricht. Begleitet ist der chronische Schmerz von zahlreichen biopsychosozialen Faktoren wie Arbeitsplatzverlust, Ehescheidungen etc., welche die Krankheit zusätzlich "anheizen". Am Ende eines solchen Verlaufes ist oft nicht mehr klar, was der Auslöser gewesen sein könnte.

Eine Behandlung ist meist nur unvollständig möglich und kann auch nur schrittweise erfolgen. Die Behandlung sollte von Fachärzten mehrerer Fachgebiete , wie der Anästhesie, der Orthopädie und eben der Neurochirurgie gleichzeitig und in gegenseitiger Abstimmung durchgeführt werden. Unterstützend kann auch ein Aufenthalt in einem sogenannten Schmerzzentrum hilfreich sein.