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Dekompressionsoperationen von peripheren Nerven

Bei Nervenengpasssyndromen wird der verengte Nervenkanal durch Durchtrennung eines Sehnenbandes erweitert. Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch in der sogenannten Spinal-oder an der oberen Extremität in Plexusanalgesie durchgeführt werden und ist mittlerweile ein sehr häufiger ambulanter Eingriff. Die Ergebnisse sind hervorragend und die Patienten werden nur für ca. 2 Wochen mit einem Verband versorgt.
Eine Verletzung des Nerven kommt so gut wie nie vor.
In extrem seltenen Fällen entsteht aber daraus ein sogenanntes komplexes regionales Schmerzsyndrom.
Nervenengpasssyndrome sind das Fibulasyndrom am Wadenbeinköpfchen und das Peronäussyndrom am Übergang der Wade zum Fuß.
Beim Ulnarissyndrom, also dem Engpasssyndrom des Ellennerven am Ellenbogen, genügt es manchmal, den Nervenkanal mittels Durchtrennung seiner Sehnenbegrenzung zu erweitern. Manchmal kann es zusätzlich erforderlich sein, den Nervus ulnaris in ein neues Bett zu verlegen. Auch dieser Eingriff kann sowohl in Vollnarkose als auch in Plexusanalgesie erfolgen. Auch hier wird der Verband für ca 2 Wochen getragen.
Bei den anderen, selteneren Kompressionssyndromen hängt das operative Vorgehen von der Art und Lokalisation der Einengung der Nerven ab.
In allen Fällen sollte die Beengung des Nerven zuvor über die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit gesichert werden. Auch für die Beobachtung des Verlaufs nach der Operation ist diese Messung als späterer Referenzwert notwendig.