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Pashasonde oder Multifunktionselektrode

Die Pashasonde ist ein Spezialkatheter für die Wirbelsäule, welcher bei Schmerzpatienten verwendet wird und zweierlei Funktionen hat:
1. Die Pashasonde erfüllt die typische Funktion eines sogenannten Periduralkatheters, über welchen in aller Regel kristallines Kortison, bzw lokale Betäubungsmittel in den Wirbelkanal eingebracht werden.
2. Die Pashasonde ist mit zwei Elektroden versehen, über welche eine Elektrostimulation der Nerven im Wirbelkanal erfolgen kann.
Beide Funktionen werden im Fall von chronischen Schmerzen benützt und verstärken sich gegenseitig.

Schon seit Jahrzehnten wird kristallines Kortison in der Schmerztherapie verwendet, indem es in den winzigen Raum zwischen dem knöchernen Anteil des Wirbelkanals und dem Bindegewebsschlauch gespritzt wird, welcher das Rückmark und die sich daran anschließenden Nerven umgibt.
Mittels sogenannter Periduralkatheter kann dies sehr gezielt geschehen. Die Pashaelektrode hat zudem den Vorteil, dass sie exakt platziert werden kann, da sie aufgrund der Elektroden im Röntgenbild gut sichtbar ist.

Das Legen der Sonde geschieht in lokaler Betäubung, wird aber von einem Anästhesisten begleitet, sodass bei Schmerzen sofort eingegriffen werden kann. Insgesamt dauert die Prozedur aber relativ kurz und wird von den Patienten gut toleriert.
Die Sonde verbleibt dann unter stationären Bedingungen einige Tage an Ort und Stelle. Erst am 4.-5. Tag nach der Operation kann sie entfernt und der Patient nach Hause entlassen werden.