IleosacralgelenkISG

Ileosacralsyndrom (ISG-Syndrom) siehe auch Focus online Februar 2018

Das ISG (Ileosacralgelenk) wird nach seinen angrenzenden Knochen, nämlich dem Ileum (Beckenknochen) und dem Sacrum (Kreuzbein) benannt. Genaugenommen handelt es sich gar nicht um ein Gelenk, da es sich im Idealfall nicht bewegen sollte. Die Stabilität wird in aller Regel durch den festen Bandapparat, welcher es umgibt, gewährleistet. Bei Lockerung desselben entsteht im Laufe des Lebens eine gewisse Beweglichkeit. Diese verursacht dann Schmerzen, die für den Patienten und oft auch den Behandler nicht oder nur schwer von typischen Wirbelsäulenbeschwerden auseinanderzuhalten sind. Der kundige Therapeut wird daher erst einen sogenannten Testalgorithmus mit dem Patienten durchlaufen, ehe er die Diagnose ISG-Syndrom stellt. Dieser besteht aus sogenannten Testinjektionen ins ISG und verschiedenen manualtherapeutischen Untersuchungen. Einen radiologischen Beweis für das Vorliegen eines ISG-Syndroms gibt es bislang nicht.